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Wilde Strände in der Abruzzen: Die schönsten unbebauten Küstenabschnitte
Abruzzo

Wilde Strände in der Abruzzen: Die schönsten unbebauten Küstenabschnitte

06 giugno 20263 min di lettura

Die Abruzzen verfügen über einen der höchsten Anteile an geschützter Küste in Italien. Naturschutzgebiete, Meeresschutzgebiete und unverbaute Küstenstreifen wechseln sich entlang der gesamten Regionalküste mit ausgestatteten Stränden ab. Wer das Meer ohne Strandlokale, Liegen und Menschenmassen sucht, findet hier einige der schönsten Strände der Adria.

Punta Penna und das Naturschutzgebiet Punta Aderci

Der wildeste Strand der Abruzzen liegt in der Gemeinde Vasto, im Naturschutzgebiet Punta Aderci. Punta Penna ist ein langer Sandstrand mit feinem, goldenem Sand, der offene Abschnitte mit kleinen Buchten zwischen Felsen abwechselt. Je weiter man vom Eingang entfernt ist, desto unberührter wird die Landschaft.

Hinter dem Strand befinden sich Dünen mit seltener Vegetation. Dies ist eines der wenigen Küstengebiete der Abruzzen, wo der Flussregenpfeifer, ein kleiner Vogel der Küstenbereiche, nistet und unter europäischem Schutz steht. Das Wasser gehört zu den saubersten der gesamten Küste: kristallklar mit sandigen Böden, die sanft abfallen.

Es gibt keine Strandlokale, keine Einrichtungen. Man muss alles von zu Hause mitbringen, Sonnenschirm eingeschlossen. Dafür erhält man einen der schönsten Strände der Adriaküste, nur wenige Kilometer vom Zentrum von Vasto entfernt.

Der Strand Turchino

Zwischen den Vorgebirgen der Costa dei Trabocchi, bei San Vito Chietino, verbirgt sich die Calata Turchino, bekannt als Spiaggia del Turchino wegen der türkisen Farbe ihres Meeres. Es ist ein wilder Strand an einem zerklüfteten Küstenabschnitt, erreichbar zu Fuß über einen Pfad von der Straße oben.

Hier befindet sich der Trabocco Turchino, einer der bekanntesten historischen Trabocchi der abruzzischen Küste, der Gabriele D'Annunzio am Herzen lag, der ihn in seinem Roman "Il trionfo della morte" beschrieb. Die Struktur ist heute ein Ort des FAI, des Italienischen Umweltfonds. In der Nähe befindet sich das Eremo Dannunziano, der Rückzugsort, wo der Dichter 1889 eine Zeit lang verbrachte.

Der Strand ist nicht groß, aber die türkisen Gewässer, die ihm seinen Namen gaben, sind schwer zu vergessen.

Torre Cerrano und das Meeresschutzgebiet

In Pineto befindet sich eines der wenigen Meeresschutzgebiete der gesamten Adria: das Meeresschutzgebiet Torre Cerrano, das 2010 gegründet wurde. Es erstreckt sich über etwa sieben Kilometer Küste mit einem freien Strand ohne Strandlokale, geschützt durch einen hundertjährigen Pinienwald, der fast bis zum Wasser reicht.

Der Kontrast zwischen dem Grün des Pinienwaldes, dem hellen Sand und dem Blau des Meeres schafft eine Landschaft, die keinem anderen Abschnitt der abruzzischen Küste ähnelt. Der Meeresboden fällt sanft ab, was die Zone auch für weniger sichere Schwimmer geeignet macht.

Das Gebiet ist geschützt: Verstärkte Musik, Lagerfeuer und Müll sind nicht erlaubt. Dies trägt dazu bei, eine Qualität der Stille und der Landschaft zu bewahren, die an ausgestatteten Stränden verloren gegangen ist.

Das Naturschutzgebiet Borsacchio und der Strand von Cologna

Nur wenige Kilometer von dem belebten und ausgestatteten Roseto degli Abruzzi entfernt befindet sich ein völlig anderer Strand. Der Strand von Cologna Marina liegt im Naturschutzgebiet Borsacchio: ein isolierter, sandiger Küstenabschnitt, umgeben von Steineichen und Aleppo-Kiefern, wenig besucht und leicht zugänglich.

Das Schutzgebiet beherbergt Zugvögel und seltene Arten. Der Strand ist breit, sandig und mit sauberem Wasser. Er ist eines der beliebtesten Ziele für diejenigen, die die abruzzische Küste gut kennen und organisierte Strände meiden möchten, ohne auf einen hochwertigen Strand zu verzichten.

Das Foro von Ortona

Nördlich von Ortona ist das Foro einer der naturalistisch interessantesten Küstenabschnitte der Region. Der Strand besteht aus feinstem Sand mit Dünen, wo auch hier der Flussregenpfeifer nistet. Das Hinterland ist durch Feuchtgebiete geprägt, wo der Bach Ghiomera und der Fluss Arielli münden: ein Ökosystem, das Süß- und Salzwasser mischt und eine ungewöhnliche Artenvielfalt für eine Adriaküste beherbergt.

Man erreicht ihn vom Strand aus oder über eine Unterführung und einen Rad- und Fußweg. Es gibt keine Strandlokale.

Praktische Tipps

Die wilden Strände der Abruzzen haben einige gemeinsame Merkmale: keine Einrichtungen, kein künstlicher Schatten, Parkplätze oft weit weg vom Strand. Einige Vorkehrungen vor der Abreise:

  • Sonnenschirm, Wasser und Verpflegung mitbringen: In den Naturschutzgebieten gibt es keine Bars oder Verpflegungsstellen in unmittelbarer Nähe.
  • Geeignete Schuhe zum Erreichen der isolierteren Buchten tragen: Viele Zugangswege führen über Felsen oder ausgetretene Pfade.
  • Im Juli und August früh anreisen: Auch freie Strände füllen sich in den Mittagsstunden, besonders die bekannteren wie Punta Penna.
  • Wettervorhersage prüfen: Ohne Strukturen und feste Sonnenschirme spürt man den Adriawind viel stärker.

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