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Sardinien jenseits der Resorts: echte Küste, Buchten für Buchten
Sardegna · Meer & Strände

Sardinien jenseits der Resorts: echte Küste, Buchten für Buchten

10 giugno 20263 min di lettura

Das Sardinien aus den Anzeigen ist ein geschlossenes System: Ferienanlage, Privatstrand, Buffet, Shuttlebus. Man kommt Samstagabend an und fährt eine Woche später wieder ab, ohne ein echtes Dorf gesehen zu haben. Dabei hat die Insel fast zweitausend Kilometer Küste, und der größte Teil besteht aus Fischerdörfern, Häusern mit Innenhöfen und Stränden, wo man einfach parkt und ins Wasser geht.

Dieser Reiseführer nimmt genau jenes Sardinien in den Fokus. Küste für Küste, mit Tipps von Menschen, die dort das ganze Jahr über leben.

Norden: die Gallura ohne die Costa Smeralda

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Nur wenige Kilometer von Europas teuersten Urlaubsorten entfernt gibt es ein normales Sardinien, wo das Meer identisch ist, aber die Preise nicht. Pittulongu vor den Toren Olbias ist das perfekte Beispiel: ein Dorf mit niedrigen Häusern vor einem hellen Sandstrand, mit der Insel Tavolara am Horizont.

a frontal view of the Pittolongu scenary

Hier schläft man in Häusern mit Garten nur wenige Gehminuten vom Wasser entfernt, wie Casadelfaro, ein Häuschen 600 Meter vom Strand. Die Lage ist auch für die Anreise praktisch: Hafen und Flughafen von Olbia sind nur eine Viertelstunde entfernt.

Nordwesten: Castelsardo und die Küste der Anglona

A view of a small town on a hill overlooking a body of water
Foto: Giulio Ferrais su Unsplash

Castelsardo ist eines der meistfotografierten Dörfer der Insel: ein Vorgebirge mit farbigen Häusern unter einer Burg der Doria, mit Meer auf drei Seiten. Das Viertel Lu Bagnu gleich außerhalb des Zentrums ist dort, wo Sarden zum Strand gehen: einfache Strandpromenade, öffentliche Strände, Sonnenuntergänge über dem Golf von Asinara.

Lubagnu Vacanze liegt genau dort, mit Garten und Parkplatz. Von Castelsardo erreicht man in einer halben Stunde die Strände von Badesi und Isola Rossa, und in weniger als einer Stunde Stintino und La Pelosa.

Südosten: San Vito und das Tor zur Costa Rei

shrubs and sand seashore during day
Foto: David B. su Unsplash

Die Costa Rei ist einer der längsten und am meisten ausgezeichneten Strände Sardiniens, aber in der Hochsaison direkt am Meer zu übernachten kostet Costa Smeralda Preise. Der Trick ist, ein paar Kilometer zurückzuweichen: San Vito ist ein Bauerndorf im Sarrabus, authentisch bis ins Mark, eine Viertelstunde von den Stränden entfernt.

Su Furriadroxiu ist ein altes campidanisches Haus mit traditioneller Küche, die Art von Ort, wo man abends isst, was die Familie entschieden hat. Morgens Meer, abends Landschaft: der richtige Rhythmus des Südostens.

Südwesten: Carloforte, eine Insel in der Insel

people walking on street during daytime
Foto: Laura Lugaresi su Unsplash

Carloforte ist nicht Sardinien im eigentlichen Sinne: es ist eine ligurische Kolonie, die vor drei Jahrhunderten auf die Insel San Pietro verpflanzt wurde, mit genuesischem Dialekt, Thunfisch als Religion und einem historischen Zentrum, das wie Camogli aussieht. Man kommt nur mit der Fähre an, von Portovesme oder Calasetta aus, und das hält den hastigen Tourismus fern.

ViaVenti ist ein Haus im Herzen des Dorfes, perfekte Basis um die Insel zu erkunden: die Naturpools, die Klippen von Capo Sandalo, die Buchten der Westküste.

Cagliari und Umgebung: Capoterra und der Golf der Engel

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Vista del golfo di Carbonara (parte del golfo di Cagliari) da Capo Boi, in secondo piano Porto Sa Ruxi, sullo sfondo Capo Carbonara.

Wer in Cagliari landet, flieht oft sofort zu entfernten Küsten. Fehler: Der Golf südwestlich der Stadt bietet richtig gute Strände, vom urbanen Poetto bis zu den Dünen von Chia, und außerhalb der Hauptstadt kostet Übernachtung die Hälfte.

In Capoterra, zwischen der Lagune von Santa Gilla und den Hängen des Monte Arcosu, vereint das Bed & Breakfast Il Vecchio Ginepro Garten, selbstgemachtes Frühstück und eine bequeme Lage sowohl für die Strände als auch für Cagliari, das mindestens einen Abend verdient.

Beste Reisezeit

Juni und September sind die richtigen Monate: warmes Wasser, halbvolle Strände, vernünftige Preise. Juli und August funktionieren nur, wenn man weit im Voraus bucht und sich mit Menschenmassen am Wochenende abfindet. Mai und Oktober sind perfekt zum Wandern: das Meer schaut man sich mehr an, als dass man darin badet, aber die Insel gehört ganz dir.

Fortbewegung

✓ Ein Auto ist fast immer nötig: Busse verbinden die Hauptorte, aber nicht die Strände.

✓ Fähren nach Carloforte fahren etwa stündlich von Portovesme ab, auch mit Auto.

✓ Die schönsten öffentlichen Strände kosten Parkgebühren: Münzen oder eine Zahlungs-App mitnehmen.

Zusammengefasst

Das Sardinien der Resorts existiert, funktioniert und braucht keine Werbung. Das Sardinien außerhalb der Resorts braucht nur ein bisschen mehr Neugier: echte Dörfer, Familienhäuser, das gleiche Meer. Die Unterkünfte in diesem Reiseführer sind auf Italish, man kontaktiert sie direkt, und das Geld bleibt bei deinen Gastgebern.

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